Portfolio

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1.
agivia Berlin

Rehatechnik, Das Unternehmen

Mobilität gehört zu den Grundbedürfnissen jedes Menschen in unserer Gemeinschaft. Wir glauben daher an eine Gesellschaft, in der Menschen mit verminderter Mobilität dank modernster Technologie wieder uneingeschränkt mobil sein können. Die agivia GmbH bietet mit Leidenschaft innovative Produkte und hochkompetente Dienstleistungen an, um unseren Kunden diese Mobilität zu ermöglichen.
Unser erklärtes Ziel ist es, die Versorgung von Menschen mit Rehatechnik aus einem gesellschaftlich schambesetzten Bereich in die Mitte unserer Gesellschaft zu holen. Als eines unserer wichtigsten Ziele formulieren wir eine bessere und offenere Art, mit dem Thema umzugehen.

In unserem Logo und dem Unternehmensnamen ‚agivia‘ spiegelt sich unsere Vision. Im Kreis der Bewegung, in der Zusammensetzung aus ‚agil‘ und ‚via – der Weg‘ sehen wir unseren Anspruch für das Optimum an Mobilität.

Als Berliner Rehatechnik- Unternehmen mit bewusst kleinen Strukturen möchten wir – sowohl in der Produktion als auch im Kundenservice – jede Versorgung individuell gestalten und einer Serienfertigung vorbeugen. Dafür setzen wir uns mit Leidenschaft ein. Jedem Anliegen möchten wir jetzt und in Zukunft flexibel, schnell und mit größtmöglicher Kompetenz begegnen können. Dieser Anspruch gilt für die Kommunikation mit Ihnen als Kunde und ebenso für die Kommunikation innerhalb unseres Unternehmens. Bei uns stehen die Türen offen – für einfache Absprachen und offene Gespräche.

Für unsere Vision arbeiten wir mit unserem vielfältigen Team aus Diplom-Ingenieuren, Medizinprodukteberatern, Rehatechnikern, Elektro-Technikern und Bürokaufleuten im Gesundheitswesen, die Hand in Hand und immer im Dialog mit Ihnen agieren.

2.
Bundesverwaltungsgericht — ein Ort, der immer noch Geschichte schreibt / erschienen bei ScottyScout im März 2016

Das Bundesverwaltungsgericht ist so groß, dass es von fast jeder erhöhten Position in Leipzig sofort ins Auge fällt, beispielsweise vom Fockeberg oder vom MDR-Turm aus. Im September 2015 bin ich im Bundesverwaltungsgericht in einer öffentlichen Anhörung gewesen. Die Anhörung ging um das Recht, bei einer Abschiebung die Art und Weise der Ausreise zu bestimmen. Also vor allem darum, ob man sich, wenn die Abschiebung schon feststeht, allein in den Zug setzen darf oder von Beamten dorthin gebracht oder sogar im Zug begleitet wird. Im Saal waren zwei Fernsehteams und sonst fast niemand: Die öfentlichen Anhörungen sind sehr speziell und meistens schlecht besucht. Das ist schade, denn hier lässt sich ein wichtigen Pfeiler eines demokratischen Staates erleben.

Das Bundesverwaltungsgericht wird besonders mit dem Reichstagsbrandprozess in Verbindung gebracht. Ende Februar 1933 wurde der Reichstag in Berlin in Brand gesetzt, die Umstände und vor allem die Täterschaft sind bis heute unklar. Der Prozess im damaligen Reichsgericht in Leipzig gilt inzwischen als eine der letzten juristischen Auseinandersetzungen, die während des Regimes der Nationalsozialisten nicht eindeutig zu deren Gunsten ausging. Allerdings erging am Tag nach dem Brand die sogenannte Reichstagsbrandverordnung, die die Grundrechte der immer noch jungen Weimarer Republik praktisch außer Kraft setzte und somit den Weg für politische Verfolgung ebnete.

Im Bundesverwaltungsgericht werden heute regelmäßig Führungen zur Geschichte und Tätigkeit des Gerichts angeboten und viele der Anhörungen und Verhandlungen sind für die Öfentlichkeit frei zugänglich. In beiden oben genannten Urteilen wurde übrigens Geschichte geschrieben: Im Urteil vom Dezember 1933 zum Reichstagsbrandprozess wurde zwar der Hauptangeklagte zum Tod verurteilt, die Nebenangeklagten aber gegen den Willen der Nationalsozialisten frei gesprochen. Der pakistanische Ausgewiesene von 2015 und andere Menschen in seiner Situation haben zukünftig die Möglichkeit, über die Art und Weise ihrer Abschiebung frei zu entscheiden, wenn sie über ausreichend finanzielle Mittel verfügen und selbständig initiativ werden. Die Folgen dieses Entscheids sind noch nicht absehbar.

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